Du willst wieder Joggen, kämpfst aber mit Angst oder Panikattacken? Diese Fantasiereise hilft dir, dich der Bewegung gedanklich sanft zu nähern.
Mein Rückfall und der Wunsch, wieder zu laufen
Als ich gerade mit meinem Rückfall kämpfte, wusste ich trotzdem: Ich möchte wieder laufen, „wenn es wieder geht“. Wer selbst Erfahrungen mit Ängsten hat, merkt an dieser Stelle vielleicht schon den Haken. Ich komme gleich darauf zurück.
In dieser Zeit habe ich einige Laufbücher gelesen. „Born to run“ von Christopher McDougall oder „Bis an die Grenzen des Seins“ von Markus Torgeby waren dabei. Zwei, wie ich finde, sehr empfehlenswerte Bücher.
Bücher bringen mich nicht ins Tun
Heute ist mir klar, dass ich damit nur das „ins-Tun-kommen“ vor mir her geschoben habe, weil mir die Angst im Weg stand. Es war nur Aufschieberitis, denn so musste ich mich der Angst nicht stellen, dass mich beim Laufen womöglich die nächste Panikattacke „überfällt“.
Angsttechnisch habe ich in meinem Leben schon viele „Wartesemester“ angesammelt und weiß inzwischen ziemlich gut: abwarten, bis die Angst weg ist, hilft nichts. Mit der Angst ins Tun kommen ist wichtig. Aber eben auch viel schwerer.
Eine Fantasiereise als erster Schritt
Damit der Weg zurück ins Laufen vielleicht ein bisschen leichter fällt, habe ich eine Fantasiereise aufgenommen. Es geht in der Reise um einen kleinen Lauf über einen Wiesenweg – für alle, die lieber erstmal im Kopf loslaufen.
Es gibt zwei Versionen: einmal mit und einmal ohne Bezug zu Körpersymptomen, weil ich weiß, dass das schwierig sein kann. So kann sich jede*r im geschützten inneren Raum der Bewegung wieder sanft nähern.
Ich denke heute, so ein Einstieg hätte es mir damals womöglich auch erleichtert. Leider kannte ich so etwas nicht, aber vielleicht hilft es dir heute.
Manchmal beginnt der Weg nicht mit einem Schritt, sondern mit der Vorstellung davon!
Version 1: Ohne Bezug zu Körpersymptomen
Dich erwartet ein mentaler Einstieg ins Laufen: Du begibst dich an einen sicheren inneren Ort in der Natur. Du kommst zur Ruhe, spürst den Boden unter deinen Füßen und machst erste Schritte über einen weichen Wiesenweg – erst gehend, dann laufend. Ganz in deinem Tempo. Du erlebst, wie sich Bewegung leicht und natürlich anfühlen kann – ohne Druck, ohne Ziel.
Version 2: Mit Bezug zu Körpersymptomen
CN: Diese Version enthält zusätzlich einen Abschnitt, in dem typische Körpersymptome beim Laufen angesprochen werden!
Disclaimer: Dies ist ein Betroffenen-Blog in dem ich meine Erfahrungen teile. Die Inhalte dienen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keine therapeutische oder medizinische Beratung oder Behandlung. Bei psychischen oder medizinischen Problemen, wende dich an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt.


Das ist sehr ehrlich und berührend geschrieben. Es ist wertvoll, über die Hürden zu sprechen, die mit Angst oder einem Rückfall verbunden sind. Die sanfte Annährung durch eine Fantasiereise klingt hilfreich. Manchmal braucht es eben erst das gedankliche Vorfühlen, bevor man die Wollsocken und Schuhe wieder anziehen kann und die Schritte leichter werden.